Lesen lernen in der Schweiz: zu Hause Mundart, im Buch Hochdeutsch
Viele Kinder in der Deutschschweiz sprechen zu Hause und mit Freunden Mundart. Lesen und Schreiben lernen sie aber in der Standardsprache, im Schweizer Hochdeutsch. Das ist kein Grund zur Sorge – aber es lohnt sich zu wissen, was dabei anders ist und was nicht.
Mundart sprechen, Hochdeutsch lesen
Mundart ist die Sprache des Alltags, Hochdeutsch die Sprache der Schule und der Bücher. Ein Kind erlebt die Schriftsprache deshalb oft zum ersten Mal im Kindergarten oder in der 1. Klasse. Es muss die Wörter nicht nur entziffern, sondern sie auch als «Schriftdeutsch» erkennen, das sich vom gesprochenen Dialekt unterscheidet. Je öfter ein Kind geschriebene Wörter sieht und erkennt, desto leichter geht das.
Wie anders ist das geschriebene Schweizer Hochdeutsch?
Weniger, als man denkt. Geschriebenes Schweizer Hochdeutsch ist dem Deutsch in Deutschland sehr ähnlich. Die wichtigsten Unterschiede:
- «ss» statt «ß». In der Schweiz gibt es kein «ß»: Strasse, gross, Fuss.
- Eigene Wörter (Helvetismen). Einige Alltagswörter sind in der Schweiz anders, zum Beispiel Velo statt Fahrrad, Guetzli statt Keks, Glace statt Eis, Trottinett statt Roller, Rüebli statt Karotte, Bub statt Junge.
- Schweizer Zeichensetzung. Anführungszeichen sind meist «Guillemets».
Und die Mundart? Sie wird anders gesprochen und variiert von Region zu Region. Geschrieben wird sie nicht einheitlich – deshalb lernen Kinder das Lesen am geschriebenen Hochdeutsch, nicht an der Mundart.
Üben zu Hause: 5–10 Minuten täglich
- Kurz und regelmässig. Fünf bis zehn Minuten am Tag genügen.
- Ohne Druck. Loben Sie das Lesen, nicht das Tempo.
- Gemeinsam lesen. Vorlesen und im «Chor» lesen helfen beim Übergang von der Mundart zur Schriftsprache.
- Wörter wiederholen. Dieselben häufigen Wörter immer wieder anschauen, bis sie auf einen Blick erkannt werden.
Wo ABC Smash passt
ABC Smash ist ein Spiel aus der Schweiz: in der Schweiz entwickelt, mit einer Heilpädagogin und getestet mit Kindern. Es gibt es in Schweizer Rechtschreibung: ohne «ß», und mit Schweizer Wörtern dort, wo sie im Alltag üblich sind (zum Beispiel Bub, Velo, Rüebli, Guetzli). Wörter fliegen über den Bildschirm, Ihr Kind liest die Regel und fängt nur die passenden. So begegnet es denselben häufigen Wörtern immer wieder und erkennt sie schneller.
- 250 häufige Wörter mit Sternen und einer Reise zum ABC-Planeten.
- Wackelige Wörter kommen öfter zurück, gemeisterte machen Platz für neue.
- Keine Werbung, keine Anmeldung, komplett offline.
- Mit einer Heilpädagogin entwickelt und mit Kindern getestet, die gerade lesen lernen.
Gut zu wissen: Das Spiel ist in Hochdeutsch, nicht in Mundart. Der vorgelesene Text kommt von der Stimme Ihres Geräts, in der Regel mit hochdeutscher Aussprache. Es bringt keine Buchstaben-Laut-Zuordnung von Grund auf bei und ersetzt den Leseunterricht nicht – es ist zusätzliche Übung neben der Schule.
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Häufige Fragen
Ist das Spiel auf Mundart? Nein. Es ist in Hochdeutsch mit Schweizer Rechtschreibung und einigen Schweizer Wörtern.
Warum nicht einfach die deutsche Version? Die deutsche Version funktioniert auch. Die Schweizer Version schreibt aber «ss» wie in der Schule und verwendet Wörter, die Kinder hier im Alltag kennen.
Ab welchem Alter? Etwa ab 5 bis 8 Jahren – vom Kindergarten bis in die ersten Schuljahre.
Braucht es Internet? Nein. Nach dem ersten Laden funktioniert es komplett offline.
